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Die Firmengeschichte der Univeg Deutschland GmbH in Zahlen

1902 Gründung der Fruchthandel Gesellschaft mbH am 24. Juni in Bremen. Gustav Scipio wird Geschäftsführer. Auf dem seinerzeitigen Programm standen neben landseitigen Importen insbesondere kanarische Bananen, Orangen aus Spanien und Zitronen aus Italien. Seit Gründung regelmäßig Südfrucht-Auktionen.

1908 Einweihung des ersten Fruchthofs am Breitenweg in Bremen in direkter Nähe zum Haupt- und Güter-bahnhof der Stadt mit eigenem Gleisanschluss.

1909 Gründung der Jamaica-Bananen-Importgesellschaft m.b.H. in Bremen, die später in Jamaica Bananen- und Früchte-Vertrieb GmbH umfirmiert wird, mit Fruchthandelsniederlassungen im damaligen Reichsgebiet.

1913/14 Infolge der Expansion des Unternehmens Bau eines zusätzlichen Gebäudes auf dem Gelände am Breitenweg. Umnutzung des alten Fruchthofs als Lagerhaus. Beginn täglicher Obst- und Gemüse-Auktionen in Bremen nach dem holländischen System mit Auktionsuhr.

Fruchthof am Breitenweg (1908)                                 Neubau (1913) 

1919 Gründung der „Atlanta“ Allgemeine Handelsgesellschaft m.b.H. in Bremen, welche zunächst als reine Ausfuhrfirma agiert. Später Umfirmierung in Atlanta Handels-AG. 

1920 Umfirmierung der Fruchthandel Gesellschaft m.b.H. in Fruchthandel Gesellschaft Scipio & Fischer GmbH. Wiederaufbau des Unternehmens.

1936 Aufbau der eigenen Bananenflotte mit dem „U” der UNION Handels- und Schiffahrts-Gesellschaft mbH mit sechs Kühlschiffen. Umfirmierung der JAMAICA-Bananen- und Früchtevertrieb GmbH, entstanden aus der Jamaica Bananen-Importgesellschaft mbH, in Harder, Meiser & Co., kurz Hameico. Gründung der Atlanta Handelsgesellschaft Harder & Co.

1944/45 Zerstörung des „alten“ Fruchthofs am Breitenweg in Bremen sowie Verlust des zweiten Gebäudes und weiterer Schuppen im Hafen nach Kriegsende. Das Fruchthandelsgeschäft kommt vorübergehend zum Erliegen.

1950 Die ersten Importe werden getätigt, es entwickelte sich wieder ein regelmäßiges Bananengeschäft.

1952 Das Warenzeichen „1x1“ wird durch das Deutsche Patentamt in das Warenzeichenregister eingetragen, nachdem es bereits 1942 in Spanien registriert worden war.

1955 Errichtung des „neuen“ Fruchthofs in Bremen, Breitenweg. Befreiung aller Einfuhren vom Lizenzzwang. Wiederaufbau der Kühlschiff-Flotte.

1962/63 Einführung der elektronischen Datenverarbeitung (EDV).

1966 Einschneidende Änderung im Bananengeschäft. Wurden bisher Büschel über den Ozean transportiert, so wurde diese Ware jetzt in den Tropen in Kartons eingeschnitten und nach hier verbracht, um dann gereift zu werden. Diese Veränderung war die Voraussetzung für die Verbreitung von Markenbananen. Maßgebliche Beteiligung am Aufbau des Israel-Geschäfts sowie des Geschäfts mit marokkanischen Früchten.

1967 Geburtsstunde der „Chiquita-Banane” in der Bundesrepublik, die in erster Linie von der Scipio-Gruppe vermarktet wird. Beginn der Importe von exotischen Früchten für den deutschen Markt durch die Scipio-Gruppe. Scipio startet als erster Großhändler mit SB-gerecht verpacktem Obst und Gemüse.

1969 Vorstellung der Kiwi für den deutschen Markt anlässlich der ANUGA durch die Scipio-Gruppe.

1970 Olff, Köpke & Co., Hamburg, führendes Fruchthandelshaus, stößt mit seinen angeschlossenen Firmen zur Scipio-Gruppe. In den 70er Jahren erfolgt der Ausbau des internationalen Fruchtgeschäftes mit der Gründung von Verkaufsniederlassungen in Österreich, Italien und in den Niederlanden, hinzu kamen Fruchtagenturen in Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland.

1975 Zusammenfassung der Firmen Harder, Meiser & Co. und Olff, Köpke & Co. in der Firma Scipio Fruchtvertrieb KG mit den Verkaufsniederlassungen Hameico und Olfko in der Bundesrepublik Deutschland.

1983 Erarbeitung der EAN-Standardartikelnummer für Gewichtsware durch die Scipio-Gruppe, die heute in Deutschland allgemeine Anwendung in der Vorverpackung findet.  

1988 Gründung der Atlanta Beteiligungs AG am 28. Juni, -später Atlanta AG. Die Niederlassungen werden zum größten Teil in fünf Regionalgesellschaften mit Sitz in Bremen, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München zusammengefaßt.

1993 Einführung der EU-Bananen-Marktordnung am 1. Juli.
Mit „Einfuhrlizenzen” und weiteren dirigistischen Maßnahmen wird der freie Handel in der Europäischen Gemeinschaft stark eingeschränkt. Als unmittelbare Folge der Bananenmarktordnung wurden acht Verkaufsniederlassungen in der Bundesrepublik geschlossen.

1995 Organisatorische Neuausrichtung: flexibler, dynamischer, effizienter, schlanker. Strukturen werden verstärkt an Kunden und Leistungen ausgerichtet.
Beginn des Aufbaus eines Qualitäts-Management-Systems nach DIN EN ISO 9000 ff.

1996 Weitere Unternehmensbereiche werden rechtlich verselbständigt. Durch mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit wird ein Höchstmaß an Flexibilität und Kundennähe sichergestellt.
Scipio GmbH & Co. übernimmt Holding- Funktionen.
Die Atlanta AG steuert das operative Geschäft in den Führungsgesellschaften

27. Nov. 1996 Erfolgreiche Zertifizierung des QM-Systems nach DIN EN ISO 9002 durch Lloyd´s Register Quality Assurance Ltd.

1998 Gründung der DFM Direct Fruit Marketing GmbH als Direktimport-Agentur für frische Früchte aus Übersee mit Sitz in Bremen.

1998/99 Ausgliederung der Speditions- und Umschlagsunternehmen der Heuer-Gruppe (Heuer ISG, SSG Bremerhaven) sowie der „Union“ Kühl-Schiffahrt GmbH aus dem Unternehmensverbund.

2001 Start der Atlanta Fruchtakademie, welche die Kunden des Unternehmens bei Aus- und Weiterbildung ihres Personals durch Vermittlung von Fachwissen rund um die Frucht im Rahmen von Fachseminaren unterstützt.

2003 Offenlegung der Beteiligung durch Chiquita Brands, Cincinnati. Es folgt eine Phase der Restrukturierung. Eingliederung der europäischen Agenturen in DFM. Beendigung des Engagements der Gruppe in Osteuropa.

2005 Neuordnung der Kundenbetreuung durch Einführung eines nationalen Key Account Managements für Top-Kunden der Atlanta-Gruppe.

2006 Die Atlanta-Gruppe ist QS-zertifiziert. Neuordnung der IT-Infrastruktur mit Kontrolle durch externen Dienstleister.

2007 Schaffung des Vorstandsbereichs „Innovation“ und Gründung einer Quality Assurance Abteilung.

19. August 2008 Übernahme der Atlanta Aktiengesellschaft durch die UNIVEG-Gruppe. Die UNIVEG Gruppe ist ein weltweiter Lieferant von frischen Produkten und ist in den Bereichen Obst und Gemüse, Blumen und Pflanzen, Convenience, Logistik und Transport tätig. Die in Belgien ansässige UNIVEG Gruppe ist in 23 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit ca. 9.500 Mitarbeiter.

11. November 2008 Änderung der Rechtsform. Aus der Atlanta AG wird die UNIVEG Deutschland GmbH. Alle angeschlossenen Niederlassungen werden ebenfalls umbenannt. Einführung eines neuen Logos unter dem Dach der UNIVEG-Gruppe.

1. Januar 2009 Gründung der UNIVEG Convenience Deutschland GmbH mit eigenem Sales Office in Bremen. UNIVEG Convenience führt die ersten Gemüse Smoothies in Deutschland ein.